Veröffentlicht von Juliane Kaelberlah am Mi., 12. Jun. 2019 11:18 Uhr

Eine Würdigung erfährt der künstlerische Leiter des NoonSong, Stefan Schuck, am 1. Juli 2019: Das Bundesverdienstkreuz wird ihm durch Staatssekretär Gerry Woop, Senatsverwaltung für Kultur und Europa, überreicht.

Stefan Schuck liegt mit seiner Idee, jeden Samstag-Mittag einen kurzen, durchwegs kunstvoll gesungenen Gottesdienst im säkularen Berlin anzubieten, offenbar ganz richtig. Allein in diesem Jahr gab es bisher 22 NoonSongs mit 4.586 Besuchern.

Die Musik- und Kulturbegeisterten, Christen und Nichtchristen, Berliner und Touristen kommen in die Wilmersdorfer Kirche Am Hohenzollernplatz – ein Kulturdenkmal des Expressionismus ersten Ranges. Sie schätzen die NoonSong-Atmosphäre, die ökumenische Weite und die Chormusik von der Gregorianik bis zu Uraufführungen. Manche verbinden die halbe Stunde Besinnung mit einem Besuch auf dem Wochenmarkt vor der Kirche. ‚Wie können acht Menschen so göttlich singen?‘ fragte sich eine Besucherin, nachdem sie das Profi-Chorensemble sirventes berlin das erste Mal gehört hatte.  

10 Jahre ‚göttliche‘ Chormusik

Seit 2008 kommen Musikbegeisterte jeden Sonnabend in die Kirche Am Hohenzollernplatz in Berlin-Wilmersdorf – und es werden stetig mehr. Die Geschichte des NoonSongs begann mit einer Vision: 2008 hatte Stefan Schuck die Idee, das Modell der anglikanischen Evensongs nach Berlin zu bringen. Die Abendandachten englischer Colleges mit ihren Chorgesängen, oft auf künstlerisch höchstem Niveau, hatten es ihm angetan.

Die Idee wurde nach Berlin transportiert, mit dem evangelischen Bischof von Berlin-Brandenburg Wolfgang Huber in eine liturgische Form gegossen, in der Kirche Am Hohenzollernplatz umgesetzt, auf die Mittagszeit verlegt, und was am Anfang unglaublich schien: Die 30 Minuten Chormusik gewann mehr und mehr Anhänger. ‚30 Minuten Himmel auf Erden‘ sagen viele.

Derzeit ist der Noonsong in der Sommerpause. Der erste NoonSong im zweiten Halbjahr ist am Sonnabend, 3. August 2019, 12:00 Uhr in der Kirche Am Hohenzollernplatz.

T: NoonSong/Foto: Ekko von Schwichow

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