Veröffentlicht von Juliane Kaelberlah am Fr., 31. Jan. 2020 12:54 Uhr

Der Evangelische Kirchenkreis Charlottenburg-Wilmersdorf ist dem Aktionsbündnis United4Rescue beigetreten, das sich für die Rettung in Seenot geratener Flüchtlingen im Mittelmeer einsetzt.

Mithilfe seit Dezember 2019 gesammelter Spenden hatte das Bündnis an einer Versteigerung für den Kauf des ehemaligen Forschungsschiffs „Poseidon“ teilgenommen und Anfang Februar den Zuschlag erhalten. Nach dem Umbau soll es künftig als Rettungsschiff im Mittelmeer eingesetzt und von der Seenotrettungsorganisation Sea-Watch betrieben werden.

 „Ein Schiff zu schicken, setzt ein Zeichen für Mitmenschlichkeit. Natürlich wird es nicht alle Menschen aus Seenot retten, nicht die großen Fragen der Flüchtlings- und Asylpolitik lösen können. Aber es ist ein Signal, dass wir als Christen handeln, wenn andere in Not sind, bis endlich humane politische Lösungen für die unhaltbaren Zustände im Mittelmeer gefunden werden."

Superintendent Carsten Bolz

United4Rescue geht auf eine Resolution des Evangelischen Kirchentags im Juni 2019 in Dortmund zurück, die die Entsendung eines kirchlichen Rettungsschiffs ins Mittelmeer forderte. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) nahm diese Forderung auf. Im November 2019 wurde der gemeinnützige, unabhängige Trägerverein des Bündnisses, Gemeinsam Retten e.V., gegründet.

Miltterweile unterstützen mehr als 300 Organisationen United4Rescue – darunter Ärzte ohne Grenzen und der Deutsche Gewerkschaftsbund, aber auch kleine Initiativen, Kirchengemeinden und Unternehmen.

www.united4rescue.com
www.ekd.de/faqs-zur-seenotrettung-495888.htm

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