Veröffentlicht am Di., 12. Mai. 2020 08:15 Uhr

Auf dem Evangelischen Campus Daniel berät Diplom-Pädagogin Martina Rohrbach Eltern zu Fragen rund ums Familienleben und Erziehungsthemen. Hier bloggt sie von Montag bis Freitag über gelingendes Familienleben im Corona-Modus und gibt Tipps für die Zeit zwischen Homeoffice und Kinder-Dauerbetreuung.

HIER gibt es diesen Text als pdf zum Download.


Von guten Füßen wunderbar getragen

Wenn wir nach dem errechneten Durchschnitt 5 Kilometer pro Tag laufen und 77 Jahre alt werden, sind wir circa 25 Mal auf unseren Füßen um den Erdball gelaufen! Unsere Füße tragen uns durch das Leben, zum Teil in absurden Verkleidungen. Sie sind ein Abbild unserer Lebensweise und werden oft so schmählich von uns vernachlässigt oder sogar malträtiert. Dabei ist bekannt, dass die Fußreflexzonen, ähnlich wie an den Händen und Ohren, den ganzen Körper im Kleinen abbilden. Geht es den Füßen gut, geht es wahrscheinlich auch uns gut und umgekehrt.

Nun hab ich mir überlegt, wie wir sie und ihre Fähigkeiten würdigen können. In Zeiten des ‚Social distancing‘ dürfen bzw. sollten wir uns ja eigentlich nicht den ‚fremden‘ Personen, die nicht in unserem Haushalt leben, körperlich nähern. Begrüßen können wir uns, indem wir unter anderem die Unterarme oder die Füße aneinander reiben. Wenn wir uns aber gut kennen und mögen und vielleicht schon in der Sauna nebeneinander gesessen haben, dann ist uns körperliche Nähe miteinander nicht fremd.

Fußmassage geht auch mit Mindestabstand

Ich habe mit dem Zollstock ausgemessen, wie lang meine Beine sind, ca. 1 Meter. Wenn ich mich also gemütlich auf eine Couch oder auf eine Decke auf der Wiese lege, kann mir locker jemand im Mindestabstand die Füße massieren. Was für ein schöner Gedanke!

Füße möglichst waschen oder im Wasser eines Sees aufweichen, Hände waschen, Massageöl zur Hand nehmen, Handtuch drunter legen und los geht’s! Eigentlich kann man ohne jede Anleitung nichts falsch machen, weil schon allein die sensible Zuwendung ein Hochgenuss ist, für mich jedenfalls.

Sie haben Schwierigkeiten, sich das vorzustellen? Ja, es gibt Menschen, die mögen ihre Füße nicht oder haben ein eher distanziertes Verhältnis dazu. Manche Füße rächen sich auch mit Beschwerden, Hornhaut oder Verformungen gegen jegliche Art von Vernachlässigung und Missachtung. Auch hier gilt, dass es nie zu spät ist! Denken Sie daran, wie wunderbar treu und buchstäblich folgsam ihre Füße Sie überall hinführen, wo Ihr Gehirn Sie hin haben will.

Falls Sie also Lust darauf haben, Ihr Kind, Ihre*n Partner*in oder Freund*in mit einer Entspannungsphase zu beglücken, dann wäre eine schöne Fußmassage eine Möglichkeit.    

Man kann eigentlich nichts falsch machen

Wir beginnen mit dem Anwärmen der Hände, reiben sie aneinander, bis sie warm sind, machen die Finger beweglich, nehmen reichlich Massageöl und beginnen am rechten Fuß mit den Zehen, jedem einzelnen. Stellen Sie sich die beweglichen Mittelfußknochen vor und bewegen Sie den ganzen Fuß achtsam durch, bis zur Ferse, durchaus kräftig.

Achten Sie auf die gleiche Behandlung an beiden Füßen. In den Links unten können Sie Tipps und Erklärungen dazu finden. Am Ende ist nur wichtig, dass Sie es gemacht haben und sich die Füße wie frisch gegossene Pflanzen fühlen werden, die jeden Moment aufblühen können. Viel Vergnügen!

Linktipps

http://www.portal.massage-expert.de/

http://www.wellnessheimstudium.de/ http://www.fussbalance.com/


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Liebe Leserin, lieber Leser: Ich freue mich über jede Rückmeldung! Wer ein Wunschthema, positive Resonanz oder kritische Anmerkungen hat, darf sie mir gerne schicken.

Kategorien Elternberatung