Donnerstag, 20. Januar 2022, 19:30 Uhr

Der Berliner Bischof Otto Dibelius (1880-1967) kann als protestantische Jahrhundertfigur gelten. In seiner langen Laufbahn hatte er viele Ämter inne: Er war mächtiger preußischer Generalsuperintendent der Kurmark (1925-1933), er war von 1945 bis 1966 Bischof von Berlin, und er amtierte von 1949 bis 1961 als Ratsvorsitzender der EKD. Im Jahr 1933 wurde er von den Deutschen Christen seines Amtes enthoben. Nach einer halbjährigen Denkpause als Kurprediger in San Remo (Italien) kehrte er im Juni 1934 nach Berlin zurück und engagierte sich bei der Bekennenden Kirche.

Sein kirchenpolitisches Verhalten im Umbruchjahr 1933 war nicht immer eindeutig, vielmehr von überraschenden Wendungen und Wandlungen geprägt. Der Vortrag wird sich auf das extrem ereignisreiche Jahr 1933 konzentrieren und zugleich einen Ausblick auf Dibelius' Teilnahme an den kirchenpolitischen Auseinandersetzungen der Folgejahre bieten. Dabei wird deutlich, dass er nicht - wie Martin Niemöller oder Dietrich Bonhoeffer - an der vordersten Front des Kampfes stand, sondern eher als ein ausgleichender 'Mann der Mitte' im Hintergrund wirkte.

Der Vortrag findet im Großen Saal der Kreuzkirchengemeinde statt. Es gelten die zu diesem Zeitpunkt gültigen Corona-Regeln.

Bitte informieren Sie sich vorher online unter www.kreuzkirche-berlin.de, ob der Vortrag stattfindet.

Der Berliner Bischof Otto Dibelius in der Zeit des Kirchenkampfes 1933-1945
Mitwirkende
Manfred Gailus, Historiker
Ort Ev. Kreuzkirchengemeinde, Hohenzollerndamm 130, 14199 Berlin
Preis
kostenfrei