Samstag, 21. September 2019, 19:00 Uhr

Wolfgang Sterrer, geb. 1949 in Wels, Österreich, Schriftsetzer, Buchdrucker, Grafikdesigner und Werbeberater. Künstlerische Tätigkeit seit den frühen Siebzigerjahren. Arbeitsschwerpunkte: Malerei und Druck-Grafik. Lebt und arbeitet in Falkensee und Berlin. Ausstellungen in Berlin, Brandenburg, Österreich.

Wie Wächter im Chaos der Welt

In seinen Acrylbildern bändigt und bannt Wolfgang Sterrer die täglich über ihn hereinbrechende Informationsflut. Oft durchziehen wulstartige Stränge die Werke. Sie überlagern einander, und durch kleine Zellen fällt der Blick des Betrachters in tiefere Schichten des Bildes. Seine Werke spiegeln die kritischen Gedanken zu den großen Themen unserer Zeit. Die intensive Auseinandersetzung und Unzufriedenheit mit der sozialen Situation sowie der misshandelten und zerstörten Umwelt bilden ein wesentliches Motiv zu malen. Ideenreich und ironisch formuliert Wolfgang Sterrer die Absurditäten des Alltags um. So entstehen seine Bilder unter dem Motto „KWOGI“, Abkürzung für „Kunst-Werke opponieren grenzenlosem Irrsinn“. Der Künstler drückt seinen Widerstand gegen unhaltbare Zustände aus. Seine Werke geben dem Betrachter Raum, die eigene Geschichte darin zu erkennen. Wolfgang Sterrers Arbeiten funktionieren im Chaos

der Welt wie Wächter. Mit der Kraft der Farben und Formen bannen sie das Ungeordnete und bieten negativen Energien wie Intoleranz, Umweltzerstörung, Fanatismus sowie Unruhe in der Welt die Stirn und setzen etwas entgegen: den Mut, eigene Gedanken unverdrossen auszusprechen. – Oder in Bildern lebendig werden zu lassen.

Judith Meisner, Kunsthistorikerin, Berlin
(Der Text wurde gekürzt)

Bild: Wolfgang Sterrer

Ort
Epiphanienkirche, Knobelsdorffstraße 72, 14059 Berlin, Deutschland
Preis
kostenfrei