Veröffentlicht am Mo., 28. Dez. 2020 10:15 Uhr

Die Evangelische Kirche in Charlottenburg-Wilmersdorf hat viele Gesichter - und auch einige neue. Wir stellen sie Ihnen vor.

Ihr Dienstbeginn ist erst am 1. Januar 2021, doch schon in den vergangenen zwei Monaten war Karin Singha-Gnauck regelmäßig auf dem Evangelischen Campus Daniel unterwegs. Ab morgen ist die 54-Jährige nun neue Pfarrerin der Daniel-Kirchengemeinde. Ihr Vorgänger Norbert Zakrzewski-Fischer geht nach mehr als 30 Jahren in der Gemeinde in den Ruhestand; Singha-Gnauck zieht nach 22 Jahren als Pfarrerin in Neukölln – davon drei Jahre auch als stellvertretende Superintendentin – in einen neuen Bezirk. Die Arbeit auf einem Campus ist der gebürtigen Berlinerin vertraut: Die Dreieinigkeitskirchengemeinde, in der sie zuletzt arbeitete, hatte sich 2009 mit einer Kindertagesstätte und der Diakonie ebenfalls zu einem Zentrum zusammengeschlossen. Was zieht sie auf den Campus? Die Dichte evangelischer Einrichtungen an einem Ort, von der Schule über die Gemeinde bis zur Diakonie-Station. „Bildung gehört zu den Grundlagen der Reformation und wird auf dem Evangelischen Campus Daniel in den Alltag im 21. Jahrhundert umgesetzt – das mitzugestalten ist eine tolle Herausforderung für mich."


"Was sind das denn für Hieroglyphen?" Wenn nicht gerade eine schwer zu entziffernde Handschrift gemeint ist, kann Birte Biebuyck diese Frage auf jeden Fall beantworten: Die neue Pfarrerin der Friedensgemeinde in Charlottenburg beherrscht neben Hebräisch und Akkadisch nämlich auch Hieroglyphisch, das älteste ägyptische Schriftsystem. "Den Zusammenhang zwischen der Art, wie wir die Welt sehen und der Sprache, in der wir es tun, hat mich immer fasziniert", sagt sie. Birte Biebuyck wurde 1972 in Hamburg geboren und studierte dort sowie in Zürich und Heidelberg Theologie und Archäologie. 2003 zog sie nach Berlin, war Vikarin in der Christusgemeinde und seit 2005 ehrenamtliche Pfarrerin am Berliner Dom. Mit ihrem Mann und ihren drei Kindern lebt sie in Kreuzberg. Gottesdienste, Seelsorge und Erwachsenenbildung sind ihre beruflichen Schwerpunkte; Musik, Natur und kluge Gespräche Dinge, die sie schätzt. Die Hieroglyphen im negativen Sinne - Sie wissen schon, schwer Verständliches - weiß Birte Biebuyck zu umschiffen: "Theologie ist unser Sprechen und Erzählen von Gott und wir tun das meist auf Deutsch - aber es geht auch anders: in Bildern, mit Musik, mit Gesten, mit unserem Leben." 

Fotos: privat

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