Der Kirchenkreis unterstützt das Huruma-Waisenkinder-Zentrum in Iringa, Tansania.

In der Region Iringa gibt es überdurchschnittlich viele HIV-Infizierte. Hier verläuft der TANZAM Highway nach Sambia, eine der wenigen großen Fernstraßen des Landes. An dessen Rastplätzen ist die Prostitution mit ungeschütztem Sex sehr verbreitet. Dadurch erhöht sich auch in der örtlichen Bevölkerung ständig die Zahl der Infizierten. Die tödliche Krankheit hat große Löcher in die sozialen Netze gerissen. Viele Kinder haben keine Eltern mehr, können aber auch nicht – wie in Tansania sonst üblich – von Tanten oder Großeltern aufgezogen werden, da diese eventuell selbst verstorben oder erkrankt sind.

Diese Entwicklung führte dazu, dass viele Waisenkinder, die auf dem Land alleine nicht überleben können,in die Städte kommen. Die Kommunalverwaltung geht davon aus, dass auch in Iringa mehrere Tausend Straßenkinder leben. Sie übernachten oft in den Regenabflusskanälen und fallen tagsüber im Stadtbild kaum auf.
 
Bereits 1994 hat die Lutherische Kirche auf den Notstand reagiert. Auf Initiative von Bischof Mdegella wurde das Huruma-Waisenkinder-Zentrum gegründet (Huruma = Kisuaheli für Mitgefühl). Es wird durch das Berliner Missionswerk und Unterstützung aus Deutschland und den USA finanziert. Die Kinder wachsen wie in einer großen Familie auf, erfahren Geborgenheit und Sicherheit. Tagsüber besuchen sie eine der umliegenden öffentlichen Grundschulen. Bei entsprechenden Leistungen kommt vielleicht sogar ein Stipendium für eine weiterführende Schule oder die Universität in Betracht.